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ERA-Net CVD: Nachwuchswissenschaftler zu Herz-Kreislauferkrankungen

Das BMBF beteiligt sich an der transnationalen Ausschreibung des Europäischen Netzwerkes zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen („ERA-NET Cardiovascular Diseases“, kurz: ERA-CVD). Aktuell sind 16 europäische Länder an der Maßnahme beteiligt. Deren Ziel ist es, Ursachen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser zu verstehen und zu behandeln sowie neue, innovative Ansätze für deren Behandlung zu entwickeln.
Transnationale Verbundvorhaben von Nachwuchswissenschaftlern können sich beispielsweise auf hypertensive, ischämische und pulmonale Herzerkrankungen, Erkrankungen der pulmonalen Zirkulation von Arterien, Arteriolen und Kapillargefäßen sowie erblich bedingte Fehlbildungen der Herzkammern und des Septums beziehen:
  • interdisziplinäre Ansätze (Integration von Biomedizin, Physik, Chemie, Mathematik, Systembiologie und klinischer Medizin mit dem Ziel der Entwicklung konkreter Anwendungen); Beobachtungsstudien anhand bestehender Kohorten sind möglich
  • geschlechtsspezifische Ansätze zum Verständnis der Entwicklung der Erkrankung, ihres Verlaufs und der Unterschiede in der Therapieantwort (inkl. Nutzung neuer und/oder bereits vorhandener klinischer Datensätze)

Von einer Förderung sind ausgeschlossen:
  • interventionelle klinische Studien
  • Aufbau neuer Kohorten/Register und/oder Biomaterialbanken
  • cerebrovaskuläre Erkrankungen
  • Forschungsansätze zum Risikomanagement für Präventionsstrategien bzw. allgemeine Gesundheitsförderung
  • Durchmusterungsansätze bzw. –studien (z. B. zur Identifizierung neuer Biomarker oder zum Früherkennungsscreening)

Ein Forschungsverbund soll sich aus mindestens 3 (max. 6) förderberechtigten Nachwuchsgruppen aus 3 verschiedenen beteiligten Ländern zusammensetzen. Maximal ein nicht geförderter Partner kann sich zusätzlich am Verbund beteiligen, wenn er seine Finanzierung anderweitig sicherstellt.

Unternehmen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden gefördert. Unternehmen erhalten einen Zuschuss von 50 % ihrer projektbezogenen Kosten. Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden mit bis zu 100 % ihrer zusätzlichen Ausgaben/Kosten gefördert.

Für etwa 10 deutsche Nachwuchsteams werden vom BMBF insgesamt 3 Millionen Euro für Projekte mit einer maximalen Laufzeit von 3 Jahren zur Verfügung gestellt.
Englischsprachige ausführliche Verbundprojektbeschreibungen sind von den Verbundkoordinatoren bis spätestens 29. April 2019 einzureichen.