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BMBF-Ausschreibung für "Translationsprojekte Personalisierte Medizin"

Das BMBF fördert Verbundprojekte, die neue personalisierte Behandlungsansätze (z. B. zur verbesserten Diagnostik, zu maßgeschneiderten Behandlungsprotokollen und zu Präventionsstrategien) in die klinische Praxis bringen wollen. Die Maßnahme ist in zwei Module unterteilt:
Modul 1: Entwicklung neuer Diagnostik und Therapien für die Personalisierte Medizinx
Die Forschungsverbünde sollen Biomarker zur Stratifizierung von Patientengruppen, Krankheitsverlauf und Therapieantwort sowie zur zielgerichteten Präventionsdiagnostik weiterentwickeln und validieren. Ebenso ist der Nachweis der Machbarkeit neuer personalisierter Therapieansätze in präklinischen krankheitsrelevanten Modellen förderfähig. Es sollen gesundheitspolitisch und gesundheitsökonomisch wichtige Krankheitsgebiete adressiert werden, bei den personalisierte Behandlungsansätze noch nicht weit fortgeschritten sind, insbesondere neurologische und psychische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen und Immunerkrankungen. Tumor- und seltene Erkrankungen sind in Modul 1 nicht förderfähig.
Folgende Forschungsansätze werden unterstützt:
  • Diagnostik: Entwicklung und Validierung von Biomarkern
  • Therapie: Präklinische Forschung zu neuartigen, indikationsbezogenen Therapien
Beispielhafte Therapieansätze können sein: Regenerative Medizin (Gewebeprodukte, somatische Zelltherapien), Biologicals, Gentherapie, Kleine Moleküle, präventive und therapeutische Impfstoffe (ausgenommen: für Infektionen).
 
Modul 2: Integrierte Forschungsplattformen zur Implementierung personalisierter Behandlungsansätze in der klinischen Praxis
In Modul 2 werden interdiziplinäre Verbundvorhaben zum Aufbau und zur Weiterentwicklung von Integrierten Forschungsplattformen gezielter personalisierter Therapien in die klinische Praxis unterstützt. An den Verbundvorhaben sind mindestens Akteure aus Wissenschaft, Klinik, Industrie und Patienten zu beteiligen. Es ist darüber hinaus ist gewünscht, regulatorische Behörden und Krankenkassen einzubinden. Eine Einschränkung auf bestimmte Krankheitsgebiete ist in Modul 2 nicht vorgesehen.
Im Rahmen der Modul-2-Projekte werden klinische Studien bis Phase IIb gefördert, ebenfalls die GMP-Herstellung von Prüfpräparaten sowie pharmakologisch-toxikologische Prüfungen.
 
In Modul 1 beträgt die maximale Laufzeit der Projekte 3 Jahre. Der Antragsprozess ist zweistufig.
Englischsprachige Projektskizzen sind bis spätestens 30. Juni 2020 elektronisch einzureichen.
 
Die Laufzeit der Projekte in Modul 2 kann auf max. 5 Jahre angelegt werden. Der Antragsprozess ist dreistufig.
In Modul 2 sind englischsprachige Projektkurzskizzen bis zum 31. August 2020 elektronisch vorzulegen.